Tiefer in den Yoga einsteigen – aber wie?

Ich suche einen Ort, wo ich Entspannung wieder erlernen kann. Ein Ort an dem ich alte Gewohnheiten loslassen und persönlich wachsen kann. Ich suche einen Ort, an dem ich bei alltäglichen Tätigkeiten wie Kochen, Aufräumen und Putzen etc. helfen darf.

Umso in der Einfachheit des Lebens die Fülle zu spüren und zu erfahren.

Entspannung über den Körper spüren und das Bewusstsein im hier und jetzt geschehen lassen

Yoga tut dabei extrem gut und bringt mich zurück in den Moment. Allerdings bin ich noch nicht so weit, dass ich dies selbstständig praktizieren kann und falle im Alltag ziemlich schnell wieder in die Hektik und Stress zurück. Deswegen möchte ich Yoga von Grund auf lernen und bin bereit mein Leben darauf auszurichten.

Bietest Du etwas längerfristiges an, z.B.: eine Auszeit über ein halbes Jahr oder länger, oder kennst Du entsprechende Angebote, wo ich mich komplett auf Yoga konzentrieren kann und in einer ruhigen Atmosphäre Zeit verbringen darf – dies muss nicht in der Schweiz sein.

Ein einfaches Leben nehme ich dafür sehr gerne in Kauf – denn die Gesundheit ist in meinen Augen das wichtigste Gut des Menschen.

Wunsch nach Ruhe, Rückzug und Zeit um tiefer in den Yoga einzutauchen

Deine Wunsch klingt wunderbar und ich möchte Dich ermutigen ihn umzusetzen! Vielleicht erlaubst Du mir einen persönlichen Kommentar:

Meine – subjektive – Erfahrung ist, dass der Weg des Yoga ein wunderbar bereichernder, wenn nicht sogar der Weg zu einem erfüllten und freien Leben ist. Und auf diesem Weg es wahnsinnig viel zu entdecken gibt.

Yoga für Anfänger gibt Entspannung

Mit Yoga tiefe Entspannung erfahren

Ein „Einstieg“ über den Körper ist insbesondere im Westen der gängigste, hier spüren wir in der Regel sofort die Wirkung der körperlichen Yogapraxis:

Entspannung, Erholung, Regeneration. Nach und nach stellen sich bei ernsthafter Übungspraxis auch mentale Veränderungen ein (Gelassenheit, Gleichmut, Mitgefühl) und der Wunsch tiefer zu unserem Selbst vorzudringen steigt.

Es kommen nach und nach weitere, tiefere Erfahrungen welche dezidiert in der Yoga-Philosophie beschrieben sind, der Weg der spirituellen Öffnung und der Sehnsucht nach dem Streben nach etwas / dem Grösserem stellt sich ein.

Es stellt sich daher die Frage, ob du deine aktuelle Praxis noch etwas vertiefen möchtest um herauszufinden, welcher Yogaweg sich Dir erschliesst und dir „liegt“.

Sei es mehr der körperlich betonte Aspekt des Hatha-Yoga mit seinen wunderbaren Atem- und Energieaspekten (in unterschiedlichsten Ausprägungen je nach Tradition), oder mehr das philosophische Studium wichtiger Texte  und der Weg der Erkenntnis (Jnana Yoga) oder mehr der „königliche“ Weg der Meditation nach Patanjali (Rajas Yoga).

Persönlich eine wunderbare Erfahrung und am unmittelbarsten wirkend (so sagt es Krishna in der Bhagavad Gita) ist der hingebungsvolle Yogaweg der Demut und Liebe. Der Weg des Bhakti Yoga.

Yoga ist viel mehr als Körperübungen

Wahrscheinlich wirst Du feststellen, dass alle diese Aspekte des Yoga ihren „Reiz“ haben und Dich weiter entwicklen. Und du somit deinen ganz persönlcihen individuellen Yogaweg findest (Krishnamacharya, in dessen Tradition ich praktiziere, betonte immer wieder die Wichtigkeit der individuellen Anpassung – viniyoga).

Warum erwähne ich das? Abhängig davon würde ich mir meinen Lehrer suchen und mit ihm tiefer eintauchen. Er wird Dich dann führen, fordern und fördern. Ein halbes Jahr Studium ist intensiv und kann sehr herausfordernd werden, wenn du spürst „es passt nicht“.

Yogaferien und Yoga Woche

Mit Stefan meditieren

Daher ein praktische Empfehlung: Probiere verschiedene Yogastile aus. Vom körperbetonten Iyengar- oder Ashtanga Yoga (oder ähnlichen Richtungen wie Anusara, Forrest, Birkram Yoga), über dem Atem- und Energiebezogenen Kundalini Yoga – die sich letzendlich alle auf die Hatha Yoga Tradition beziehen. Eine Übersicht über gängige Yoga Traditionen findest du zum Beispiel hier.

Oder Du öffnest Dich hin zu mehr spirituellen Praktiken in der Tradition des Bhakti Yoga (hingebungsvolles, dem Göttlichen dienenden Yoga) in dem u.a. Zeremonien, Rituale, Gebete und Chanten im Vordergrund der Praxis stehen.

Besuche Workshops und Weiterbildungsangebote über das Wochenende um tiefer in die Philosophie einzutauchen, übe Dich in Achtsamkeit und vertiefe Deine Meditationspraxis.

Integriere verschiedene Aspekte in deine eigene Praxis und gewinne nach und nach ein Gespür dafür, was Dich anspricht, Dich weiter entwickelt um so die ganze Tiefe des Yogas nach und nach zu erfahren.

Es gibt nicht den Yoga-Weg. Sondern es gibt Deinen Yoga-Weg. Dieser ist einzigartig. Und ich bin überzeugt, dann werden sich Türen öffnen und Dein Lehrer oder der Ort ist für Dich da, an dem Du Dich ganz dem Yoga hingeben kannst.

Namasté