Ayurveda Massage – Die älteste Gesundheitslehre der Welt

Ayurveda ist die vermutlich älteste Gesundheitslehre der Welt. Die traditionelle Heilkunde Indiens wird auf ca. 5000 Jahre geschätzt. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit, der altindischen Ursprache und bedeutet wörtlich übersetzt „Das Wissen (Veda) vom Leben (Ayus-)“.

Der Fokus richtet sich auf den Menschen als Ganzes und setzt den Einklang von Körper, Geist und Seele zum Ziel. Hierfür werden verschiedene Methoden eingesetzt, welche auf allen Ebenen Wirkung zeigen: Massagen mit medizinierten Kräuterölen, individuelle Ernährungsempfehlungen, und auch Yoga- und Meditationsübungen.

Entsprechend ist das erste was jeder professionellen Ayurveda-Behandlung vorausgeht, das ausführliche Gespräch. Es werden nicht nur Beschwerden beleuchtet, sondern auch Lebens- und Ernährungsstil, sowie Eigenheiten der Persönlichkeit und Einbettung in der sozialen Struktur (Familie, Freunde, Arbeitsstelle).

Ayurveda – eine antike und moderne Wissenschaft

Obwohl sich die Gesellschaft seit der Entstehung von Ayurveda teilweise radikal verändert hat, ist der Grundsatz der ganzheitlichen Betrachtung unverändert geblieben. Die Durchdringung des westlichen Medizinsystems, welche den Fokus stärker auf die Symptombehandlung durch Abgabe von entsprechenden Medikamenten setzt, fand auch im Mutterland von Ayurveda statt und heute steht der schulmedizinisch ausgebildete Arzt in Indien vermutlich etwas höher im Ansehen als der traditionelle Ayurveda Mediziner.

Obwohl beiden Berufen eine fünfjährige universitäre Ausbildung vorgeht, wurde die Jahrtausende alte Erfahrungsmedizin immer stärker auf Massage und Öle reduziert und ein Teil einer Wellness-Industrie, welche sich der kurzfristigen Entspannung verschreibt.

Ayurveda als ganzheitliches Medizinsystem

Inzwischen befasst sich auch die Schulmedizin mit dem Thema der Ganzheitlichkeit und erkennt die Zusammenhänge von körperlichen, geistigen und spirituellen Problemen. Gerade in Europa erfährt Ayurveda eine Renaissance als ganzheitliches Medizinsystem, welche dem Menschen ein besseres und vor allem nachhaltigen Lebenswandel ermöglichen kann.

Nach wie vor ist die ayurvedische Massage immer noch der erste Berührungspunkt für viele. Aber immer mehr Ayurveda Therapeuten haben eine vertiefte Ausbildung und können Ihren Klienten inzwischen weitaus mehr anbieten als eine einmalige Wohlfühlmassage.

Die Wirkung von Ayurveda

Ayurveda kann, wenn es auf das die Einzelperson angepasst und angewendet wird, eine echte Verbesserung der Lebensqualität bewirken. Dabei wird nicht einfach antikes Wissen angewendet, sondern – urch die Erfahrung unzähliger Ayurveda-Therapeuten und Ärzte – um die modernen Bedürfnisse, vorhandenen Nahrungsmittel und Lebensziele erweitert, so dass Ayurveda auch heute aktuell ist.

Die ayurvedischen Massagen, welche professionell mit auf die Person angepassten Ölen angewendet werden, sind entsprechend mehr als nur eine punktuelle Entspannung. Durch die Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte, entledigt sich der Körper besser von Abfall- und Schadstoffen und kann längerfristig besser und schneller regenerieren und widerstandsfähiger werden.

Durch die Reinigung des Köpers durchläuft der Geist einen ähnlichen Prozess. Damit diese Verbesserung längerfristig wirken kann, sind in der Regel Anpassungen im Lebens- und Ernährungsstil nötig. Deshalb versucht Ayurveda auch zuerst das Bewusstsein schaffen, dass der Mensch nur im Einklang mit allen seinen Ebenen ein ganzheitlich und nachhaltig gesundes Leben führen kann. Dies geschieht nicht kurzfristig, sondern nur mit der Zeit. Eine wohltuende Massage mit warmen Kräuterölen kann da ein sehr willkommener Start und Zwischenstation sein.

Ayurvedische Massagen in Zürich

Die Praxis Sanaya Ayurveda bietet drei verschiedene Massagen an, welche nach einer Kurzbefragung mit einem für den Klienten passenden Kräuteröl angewendet wird.

Die Mukhabhyanga ist eine Gesichts- und Kopfmassage, die sich auf die Bereiche des Oberkörpers, Nackens und der Schultern konzentriert. Die Pristabhyanga, oder auch Rückenmassage genannt, löst schmerzhafte Blockaden und Verspannungen im Rückengewebe und Muskel. Bei der ayurvedischen Fußmassage, dem Padabhyanga, können nicht nur Verspannungen gelöst werden sondern eine Verbesserung des Schlafqualität erzielt werden. Allen Massagen ist gemeinsam, dass sie bei vielen eine tiefe Erholung und Regeneration bewirken können, welche noch Tage danach anhalten.

Den Menschen ganzheitlich betrachten

Wesentlich im Ayurveda ist die Betrachtung des Menschen als eine Einheit, so dass nicht nur ayurvedische Massagen und Reinigungstechniken ins Gewicht fielen, sondern auch die gesunde und nachhaltige Ernährung ein zentrales Element ausmachte. Yogapraktiken sowie das Einsetzen von stimmungsvoller Musik unterstützten die Behandlung. Die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel rundete dieses Therapieverfahren ab.

Die erforderlichen Details des Verfahrens wie beispielsweise die Auswahl weiterführender Schritte und notwendiger Medikamente wurde früher durch die Prakriti-Analyse, die mit einem Horoskop verglichen werden kann, offenbar. Somit spielte der philosophische Aspekt eine bedeutende Rolle. Heutzutage hat sich die Ayurveda-Therapie zur reinen Massage zum Wohlfühlen entwickelt, denn ihre entspannende Wirkung wird nach wie vor sehr geschätzt.

Man profitiert jedoch nicht nur äußerlich von den positiven Auswirkungen der Behandlung – mithilfe der Therapie wird zudem ein Detox-Effekt erzielt. Durch die Anregung des Lymphflusses können Stoffwechselprodukte schneller und einfacher abtransportiert und Abfallprodukte ausgeschieden werden. Der Körper wird somit von schädlichen Stoffen entgiftet, Stress und Erschöpfung fallen vom Körper ab.

Yoga und Ayurveda

Aber nicht nur bei der Manualtheraphie ist Ayurveda ungeschlagen. Auch in Kombination mit der Schwester, dem Yoga kann der Mensch so ganzheitlich betrachtet werden und individuelle Übungen nach der jeweiligen Konstitution des Menschen durchgeführt werden.

Feurige Menschen (in denen das pitta dosha überwiegt), üben daher primär Anspannung zu lösen, mehr Sanftheit und Weiheheit bei gleichzeitiger „gesunder“ Anstrengung in Ihre Übungspraxis zu integrieren und üben bevorzugt kühlendes pranayama.

Luftige Typen (vata dosha) üben vermehrt erdende Standhaltungen und bringen ihren oft nervösen und überreizten Geist mit sanftem pranayama und einfachen Meditationen zur Ruhe. Mehr über das typgerechte Üben mit Ayurveda und Yoga findest Du hier. Typgerecht Yoga üben

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