Business Coaching für Führungskräfte und Executives

Ein Business Coaching für Führungskräfte und Executives ist eine prozessorientierte Beratungsform, in der gemeinsame Lösungen erarbeitet werden, dass der Coachee wieder erfolgreich arbeiten und gleichzeitig ein zufriedenes und ausgeglichen Leben führen kann.

Ziele und grundsätzliche Inhalte eines Business Coachings

Das Ziel dieser Form des Business Coachings ist grundsätzlich, Menschen in ihrer beruflichen als auch persönlichen Entwicklung zu begleiten. Sie werden im Coaching dabei zu unterstützt, ihre Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und jene zu nutzen, um nachhaltig auf allen Ebenen erfolgreich zu sein. Umso einerseits die berufliche Tätigkeit als erfüllend zu erleben. Und gleichzeitig auch ein erfülltes, zufriedenes und ausgeglichenes Privatleben ohne Stress und Druck führen zu können.

Der Coach bietet Unterstützung bei der Entwicklung eigener individueller und kreativer Lösungen. Er unterstützt den Klienten bei der Erkennung und Nutzung eigener Stärken und Fähigkeiten. Aber auch bei der Selbstreflexion und dem Ausschöpfen von Entwicklungspotentialen.

Coaching löst also neue Denkanstösse aus. Die Art des Fragens und der Begleitung fördert die Suche nach alternativen Perspektiven und Möglichkeiten. Dabei wird ziel- und lösungsorientiert gearbeitet, um gemeinsam Schritt für Schritt Veränderungen und damit das angestrebte Ziel erreicht werden. Nicht selten steht dabei im Mittelpunkt, dass Selbstvertrauen und Motivation ´gestärkt und ein Gefühl der Sicherheit aufgebaut wird. Zudem wird das Selbstmanagement sowie Umsetzungskompetenz gefördert.

Vielfältige Begrifflichkeiten bei Coaching für Executives

Neben dem Begriff Business Coaching wird oft auch von Führungskräftecoaching oder Joblife Coaching gesprochen. Öfters fällt auch die Bezeichnung Coach for Professional Development.

Schwerpunktmäßig adressiert Business Coaching Führungskräfte im mittleren und oberen Management und Unternehmer von KMU. Grundsätzlich können jedoch Menschen in allen Phasen ihres Berufslebens und unabhängig von Ihrer Karriereleiter von einem Business Coaching profitieren: Angestellte und Freiberufler ebenso wie erfolgreiche Unternehmer und Top-Führungskräfte wie Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer. Gerade bei der letzten Zielgruppe wird auch häufig der Begriff „Executive Coaching“ verwendet.

Typische Themen im Business Coaching

Zu den wichtigsten Themenbereichen im Business Coaching zählen:

  • Umgang mit und Lösung von Konflikten, privat oder beruflich
  • Umgang mit Stress, Schlafstörungen oder zur gezielten Burnout-Prophylaxe
  • Entscheidungsfindung: Innere Konflikte lösen, stimmige Entscheidungen treffen und die Grundlage für die Umsetzung legen
  • Persönliche Standortbestimmung, Stärkenanalyse und Richtungsfindung (z.B. bei einer beruflichen Weiterentwicklung oder Neuorientierung), dazu zählen auch Sinnfindung, Klarheit, Prioritäten, Werte
  • Berufliche Neuorientierung: Standortbestimmung, Stärken- und Motivationsanalyse, Entwicklung von neuen Perspektiven und passenden Strategien, Führungsaufgaben und -kompetenzen klären und entwickeln
  • Denkblockaden und mentale Selbstsabotage: Blockierende Denkmuster erkennen und nachhaltig überwinden
  • Karriere- und/oder Lebensplanung: Den nächsten Schritt in der beruflichen und privaten Entwicklung aktiv planen und erfolgreich angehen. Weiterführende Informationen hierzu
Befragung von Business Coaching-Klienten zur den Top-Coaching Themen
Diese Statistik zeigt die Ergebnisse einer Umfrage unter Coaching-Klienten zu den Top-Coaching-Themen in Deutschland. Insgesamt gaben 22,3 Prozent der Befragten an, dass ein zentrales Thema in ihren letzten Coachings die Persönlichkeits- und Potenzialentwicklung war. Online-Umfrage bei Coaching-Klienten, Quelle: Statsita

Abgrenzung zur Beratung Consulting und Training

Im Gegensatz zu einem Berater (Consultant) oder einem Trainer macht ein Business Coach seinem Kunden keine direkten Lösungsvorschläge oder vermittelt ihm berufliches Fachwissen. Der Fokus seiner Arbeit liegt in der Begleitung und Unterstützung, dass der Kunde eigene individuelle und nachhaltige Lösungen entwickeln kann. Dennoch sind in der Praxis die Grenzen zwischen Beratung und Coaching fliessend. Letztendlich gibt es Situationen in der gemeinsamen Zusammenarbeit, in der der der Business Coach verschiedene Lösungsvorschläge, Varianten und neue Perspektiven aufzeigt.

Die Trennung des deutschen Beraters und des englischne Wortes Coach liegt wohl ein Stück weit auch darin begründet, „Coaching“ als einen eigenständigen, abgegrenzten Wissenschafts- und Berufszweig zu etablieren.



.


Warum kann ein Coaching für Führungskräfte helfen?

Es gibt viele gute Gründe für ein Business Coaching, darunter zählen sicherlich folgende Vorteile:

  • es unterstützt, Ziele zu erkennen und klar für sich zu benennen.
  • es erweitert Handlungsmöglichkeiten, gemeinsam mit einem kompetenten Gesprächspartner findet man häufig schneller Lösungen als allein.
  • Es kann einen Schutzraum bieten, eine vertrauensvolle Umgebung, um „neue Gedanken“ zu denken und zu entwickeln.
  • Es ist neutral und bewertet nicht. Anders als Freunde und Familie hat der Führungskräfte Coach keine „eigenen Karten“ im Spiel, sondern nur das Ziel, dass der Kunde unterstützt wird und in seinem Anliegen weiterkommt

Oder um in Bildern zu sprechen: Ein Coach ist der perfekte Sparring-Partner bei herausfordernden Situationen. Es kann auch als Katalysator oder Entwicklungshelfer für noch undefiniert vorliegende Ideen und Wünsche dienen.  

Häufige Angebote im Executive Coaching

Das Angebot von Coaching-Dienstlesitungen ist sehr gross. Dennoch finden sich immer wiederkehrende Themen und Lösungen, die Angeboten werden. Darunter zählen z.B.

  • Standortbestimmung, Karriereberatung und berufliche Neuorientierung
  • Strategieumsetzung und Begleitung von Veränderungsprozessen
  • Entwicklung von Leadership-Kompetenzen
  • Verbesserung des Arbeitspotenzials, der Leistungsfähigkeit und der Kommunikation
  • Begleitung von Konfliktsituationen und Mediation
  • Umgang mit Stress, Druck und Belastung sowie veränderten Anforderungen
  • Umgang und Konflikte mit Mitarbeitenden
  • Work-Life-Balance und Ernährungspsychologische Beratung
  • Mental Training, Meditation und Achtsamkeit
  • Berufliche Wiedereingliederung

Für wen ist ein Business Coaching geeignet?

Business Coaching ist für Führungskräfte, Unternehmer oder Selbstständige geeignet, die mit dem Gedanken spielen oder den Wunsch haben, etwas zu verändern. Sei es aus der Stressfalle herauszutreten, mehr Sinn in ihrem Tun zu entdecken oder die eine Lösung für ein akutes Problem, für einen Konflikt oder für eine wichtige Karriere- oder Lebensfrage suchen.

Viele Kunden, die ins Business Coaching kommen, befinden sich in der Mitte ihres Lebens: Häufig geht es um eine neue Herausforderung im bestehenden Job oder um eine berufliche und/der private Neuorientierung. Entweder aufgrund des eigenen Wunsches („War das alles?“) oder im Anschluss an eine Restrukturierung, Entlassung oder private Krise.

Verschiedene Coachings für bestimmten Situationen

Ein Business Coaching kann helfen, eine Entscheidung vorzubereiten bzw. zu treffen. Der Kunde kennt bereits verschiedenen Alternativen zu einem beruflichen oder privaten Problem und hat auch eine Vorstellung von den damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Das Coaching hilft, dabei, das Bild zu vervollständigen, Argumente zu gewichten und mögliche innere Konflikte zu erkennen und zu lösen. Am Ende des Coachings sollte die Entscheidung sowohl mit einem klaren Kopf als auch mit einem guten Gefühl treffen können.

Es gibt auch Coachings, in denen andere Interessengruppen und Personen eine Rolle spielen. Insbesondere in der Zusammenarbeit mit heterogenen Teams kann es grosse Herausforderungen geben. Sei es Themen der Diversity, Teamkultur oder auch die Zusammenarbeit mit virtuellen Teams, die immer mehr im heuteigen Berufsalltag in dem Vordergrund rückt. Dabei steht in der Coaching Zusammenarbeit das Ziel im Vordergrund, dass der Kunde sich die Verschiedenheiten, aber auch die Gemeinsamkeiten der Teammitglieder als auch seine Rolle darin zunächst klarer bewusst macht. Und in einem nächsten Schritt sich die eigene Rolle, Verantwortung und Führungsstil kritisch hinterfragt und mögliche Herausforderungen aktiv angehen kann.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Kunde professionell begleitet reflektieren möchte, wo er beruflich und in seinem Leben insgesamt steht. Und wohin er seinen weiteren Weg gestalten möchte. Es geht also in diesem Coaching auch darum, neue Perspektiven zu entwickeln. Die geschützte Atmosphäre eines Coachings ist gut geeignet, um die eigene Situation aus der Vogelperspektive zu betrachten, möglicherweise auch ganz neue Gedanken zu denken. Was möchte der Kunde erreichen, was noch tun, wozu ist er eigentlich hier? Was spendet Sinn, worin besteht die eigentliche Aufgabe, welche Werte und Visionen wollen gelebt werden? Ziel ist also, eine Bestandsaufnahme der eigenen Situation zu machen, gemeinsam neue Ziele, Werte und ein Purpose Statement zu entwickeln. Und eine Strategie zu erarbeiten, wie diese am besten erreicht werden kann.

Typische Themen und Fragestellungen im Coaching für Führungskräfte

Häufige Fragen, welche Führungskräfte im Coaching begleiten sind zum Beispiel:

  • „Ich bin schon lange bei meiner Firma, ich habe einen guten Job und kann mich eigentlich nicht beklagen. Doch frage ich mich in letzter Zeit immer häufiger, ob das alles gewesen ist.“
  • „Ich habe sehr gerne meinen Job gemacht. Doch jetzt haben sich die Strukturen / die Kollegen / die Aufgaben so stark verändert, dass ich mich nicht mehr wohlfühle und nicht mehr sicher bin, ob ich dort bleiben möchte.“
  • „Ich war enorm gestresst und erschöpft, mein Arzt sagte mir, ich habe einen Burnout. Ich will vieles in Frage stellen und für mich klären, wie es weitergehen soll.» Bzw. „Wenn ich so weitermache, habe ich bald einen Burnout. Ich will etwas ändern und aktiv gegensteuern.“
  • „In meiner Beziehung kriselt es schon länger. Ich brauche einen Gesprächspartner, um zu beleuchten, was das für mich bedeutet und wie ich mich verhalten möchte.“
  • „Ich komme mit einem Mitarbeiter, meinem Chef, meiner Tochter usw. nicht zurecht und es belastet mich sehr.“
  • „Ich habe zu viel Stress und kaum Zeit mehr für mich und meine Interessen. Ich glaube ich muss etwas an meiner Einstellung tun und auch lernen öfters Nein zu sagen oder stärker zu delegieren.“
  • „Als ich jung war, hatte ich viele Träume, ich war lustig und fröhlich. Heute arbeite ich nur noch und sehe, dass mein Lebenstraum abhanden gekommen ist.»

Verschiedene Arten von Coachings

1. Psychodynamisches Coaching

Im psychodynamischen Coaching werden klassische Coaching Ansätze, um die wissenschaftlich fundierten und aufeinander abgestimmten Bausteine der Psychoanalyse ergänzt. Dabei wird in der praktischen Arbeit mit dem Klienten nur auf einzelne Bereiche Bezug genommen. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen zwei Aspekte der Psychoanalyse:

  • Alle Menschen sind neben ihren kognitiven und bewussten Vorstellungen immer auch unbewussten Dynamiken ausgesetzt.
  • Die Innen- und die Aussenwelt des Menschen unterliegen je spezifischen Gesetzmässigkeiten, die es zu erkunden und sorgfältig aufeinander zu beziehen gilt.

Das psychodynamische Coaching wird vornehmlich zur Erreichung eines beobachtbaren Ziels genutzt. Dies ist beim Executive-, Business- und Team Coaching ist meistens gegeben. Es wird in der Zusammenarbeit ein Raum geschaffen, der neue Sichtweisen erschafft. Diese führen nicht nur zu einer spürbaren Entlastung, sondern fördert auch neue Einsichten und Lösungen, die mit kognitiven Überlegungen allein kaum zu gewinnen sind. Gerade im beruflichen Umfeld kann das besonders wertvoll sein und den entscheidenden Unterschied ausmachen zu einem traditionellen Coaching, welches auf rein rationalen Vorgehen beruht.

2. Lösungsorientiertes Coaching

Lösungsorientiertes Coaching bildet den Standard, der heute in den meisten Coaching Ausbildungen gelehrt und von vielen Coaches präferiert angewendet wird. Der Coach verantwortet dabei den gemeinsamen Prozess, indem er auf Lösungen und Stärken seines Klienten fokussiert. Dabei können auch emotionale Inhalte zur Sprache kommen, allerdings hat die lösungsorientierte Vorgehensweise dafür keinen wissenschaftlich fundierten Umgang anzubieten, der die Systematik und die Vielfalt psychodynamischer Erkenntnisse konsequent berücksichtigen würde. Dennoch gehören Anteile von lösungsorientierten Hypothesen und entsprechenden Interventionen grundsätzlich zu jedem Coaching.

3. Executive Coaching / Führungskräfte-Coaching

Top-Führungskräfte wie CEO’s und Unternehmerinnen werden in ihrer beruflichen Tätigkeit mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Es kommt nicht selten zu Widersprüchen in der tagtäglichen Arbeit, je nachdem welche Rolle übernommen wird und welche Ausdehnung (z.B.: Vertikalisierungsgrad, geografisch, kulturell) die Firma einnimmt. Die Entscheidungen, die zu treffen sind, sind komplex und schwerwiegend. Und nicht selten beruhen sie auf nicht absolut gesicherten Daten und nicht immer bekannten Einflüssen. Zudem müssen Opportunitäten berücksichtigt und Risiken fachgerecht gehandhabt werden müssen. In dieser komplexen Anforderung bleibt die Führungskraft im Tagesgeschäft als auch bei strategischen Entscheidungen allein.

Hinzu kommt, dass das Umfeld sehr grosse Erwartungen an die Führungskraft heranträgt, bzw. sich diese selber setzt. Gerade besonders leistungsfähige und -bereite Menschen leiden manchmal darunter, selbst wenn ihr Erfolg von aussen grossartig erscheint. Führungsaufgaben werden somit immer komplexer und verändern sich stetig. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung der Führungsqualität für den Erfolg einer Organisation zu. Ein Executive Coaching unterstützt Führungskräfte dabei, ihre Wirksamkeit und damit ihren Beitrag zum Unternehmenserfolg zu erhöhen. Dabei wird oft die Wirkung des Coachees auf Vorgesetzte, Mitarbeitende und Kollegen vom Coach gespiegelt, um ihm dabei zu helfen, neue Sichtweisen zu generieren und Lösungen zu erarbeiten.

Business Coaching für Führungskräfte

Auch wenn das Anliegen im vordergründigen Blick eher Organisationales adressiert, oder ein technisch-logischer Hintergrund vorliegt, können Mithilfe psychodynamischer Prozesse neue Möglichkeiten erschlossen werden. So kann der Klient des Executive Coachings nicht nur über die eigene Situation und Befindlichkeit mehr Klarheit schaffen, sondern zusätzlich neue Verhaltensweisen oder Lösungen zu entwickeln. Um dann mit dem Coach Strategien zu besprechen, diese anzuwenden und auch dauerhaft beizubehalten. Die dabei erworbene Lösungskompetenz kann sich auch andere Bereiche, nicht selten das Privatleben, übertragen lassen.

4. Business Coaching

Führungskräfte sind oft einem Spannungsfeld ausgesetzt. Sie bekommen Vorgaben ihrer Vorgesetzten, die sehr schwierig umzusetzen sind. Gleichzeitig wissen sie um den Wert ihrer Mitarbeiter und des gesamten Teams und möchten dessen Ideen und Bedürfnisse berücksichtigen. Und schliesslich haben sie auch eigene Vorstellungen, die sie bei den Projekten einbringen möchten. Es wird also eine grosse Integrationsleistung abverlangt, die sie nicht immer aus sich selbst heraus leisten können.

Manche Klienten eines Business Coachings übernehmen erstmals eine Führungsrolle und benötigen hierfür Unterstützung die neue Rolle gut auszufüllen. Sei es in Konfliktbewältigungsstrategien, Teamführung, Selbstmanagement oder gewissen kommunikativer Fähigkeiten. Die Herausforderungen sind auch hier gross, weil viele ganz spezielle, manchmal zutiefst persönliche, Gegebenheiten vorliegen. Entweder die Führungskraft versucht, die Herausforderung selbst zu meistern. Oder es stehen nur Gesprächspartner zur Verfügung, die direkt involviert oder befreundet sind, was nicht immer zu neuen Einsichten verhilft. Viele Führungskräfte sorgen sich zudem, wie sie die Stressbelastung und den Spagat zwischen Beruf, Familie und persönlichen Interessen langfristig bewältigen können. Oder – oft zu beobachten, wenn sie in der Mitte ihres Lebens stehen – welchen Sinn ihr Dasein und Schaffen hat und ob und wie sie sich weiterentwickeln können.

Das Business Coaching kann hier helfen, neue Ideen und Lösungen ins Blickfeld zu bekommen und neue Einstellungen, Sichtweisen und Verhaltensweisen zu erlernen und anzuwenden.

5. Team Coaching

An Teams und ihre Mitglieder werden ständig wachsende Ansprüche in zunehmender Komplexität herangetragen. Die Aufgaben nehmen zu, die Zeit schwindet, die Arbeitsbedingungen wechseln sich schneller und schneller. Jedes Teammitglied möchte sich einerseits individuell und andererseits zugehörig erleben. Ein Widerspruch, der manchmal schwierig auszuhalten ist und der zu schwer lösbaren Konflikten führen kann.

In manchen Teams fehlt eine anregende und inspirierende Stimmung. Ein einzelnes Teammitglied weiss meist schon im Voraus, wie sich die anderen zu einem bestimmten Sachverhalt stellen. Konflikte kommen dann kaum zum Ausdruck. Die gemeinsame Arbeit fühlt sich in der Folge vielleicht festgefahren und bemühend an. Oder es formieren sich Teams neu: Ein Team Coaching kann dann helfen, eine optimale Ausgangslage hierfür zu schaffen. Im Gegensatz dazu kann es vorkommen, dass andere Teams schon lange zusammenarbeiten, und bei einem neuen Projekt scheint der Wurm drinsteckt.

Team Copaching für Organisations- ind Personalentwicklung

Im Rahmen der Organisations- und Personalentwicklung nimmt die Förderung von Arbeits- und Projektteams also eine zentrale Rolle ein. Beim Teamcoaching steht das optimale Zusammenspiel der einzelnen Mitglieder im Vordergrund. Dabei ist es weniger eine bestimmte Aufgabe oder ein bestimmtes Projekt auf das sich das Coaching bezieht, sondern der Schwerpunkt besteht im Sinne einer „Grundkonfiguration“ (die Abgrenzung wäre ein Projektcoaching, welches eine bestimmte Projektziel-Erfüllung im zentralen Fokus behält). Es geht also primär darum, Bedürfnisse des Teams zu identifizieren, neue Möglichkeiten zu erdenken und die Grundlage für Dynamiken zu erschaffen, die oft überraschen Ergebnisse zu folge haben. Nicht selten verändert schon die Aussicht auf ein Teamcoaching kann bestehende Teams spürbar. Aber auch geht es um die Definition von Leitbild und Werten und Unterstützung beim Aufbau der Organisation. Auch hilft das Team Coaching bei der jeweiligen Rollenklärung der Teammitglieder sowie bei der Zusammenarbeit oder in Konfliktsituationen.

6. Life Coaching

Ein Life Coaching fokussiert sich Schwerpunktmässig auf Herausforderungen im privaten Kontext und spezifischen Lebensthemen. Wobei oft zu beobachten ist, dass die erarbeiten Themen und Lösungen auch einen unmittelbaren Einfluss auf das Berufsleben haben.

Gerade bei Lebensübergängen, Beziehungskonflikten, Motivationsproblemen oder grosser Stressbelastung kann das Gespräch mit einem professionellen Coach neue Einsichten, Perspektiven und Lösungen vermitteln. Der Vorteil ist, dass anders als zu Familienmitgliedern und Freunden der Klient und Life Coach keine gemeinsame Geschichte teilt und so ein grundoffener Austausch stattfinden kann. Die Voraussetzung, dass das Gespräch eine grosse Tiefe erreichen kann und die Grundlage für echte Veränderungen gelegt werden.

7. HR Coaching

Die Anforderungen an Personalabteilungen werden immer grösser und auch hier unterliegt das Berufsbild immer schnelleren Veränderungen. Ein HR Coaching unterstützt Mitarbeitern der Abteilung bei der Definition der neuen Rolle und bei der Reflexion bezüglich des eigenen Profils. Als auch beim Management schwieriger Projekte. Dabei findet auch der Begriff Career Counselling Einzug, Coaches unterstützen aktiv bei der beruflichen Karriereplanung bzw. Neuorientierung betroffener Mitarbeiter.

8. Standortbestimmung und Karriereberatung

Die Wahlmöglichkeiten im Berufsleben sind sehr vielfältig und die Komplexität steigert sich mit immer schneller entstehenden Geschäftsfeldern und Innovationen. Die Standortbestimmung und Karriereberatung bieten Gelegenheit, sich mit der eigenen Persönlichkeit, der aktuellen Lebenssituation, Erfahrungen und Kompetenzen, beruflichen Wünschen und Zielen aber auch mit den eigenen Werten, Neigungen und Motiven auseinanderzusetzen. So können neue Perspektiven entstehen und der Klient bei einer Neuorientierung begleitet werden.

9. Coaching zum Selbstmanagement

Die Autorität als Top-Führungskraft resultiert nicht allein aus ihrer Funktion. Sie ist auch sehr stark von der Persönlichkeit, Charakter sowie Haltung und Selbstvertrauen geprägt. Jede Führungskraft hat einen ganz individuellen Umgang mit Herausforderungen, Anforderungen, Entscheidungen – und praktizieren ein ganz individuelles Selbstmanagement.

Selbstmanagement stellt den Kern von Empowering Executives im Leadership dar. Self-Leadership gilt somit als Basis für erfolgreiche Führung. Denn als Führungskraft müssen man sich zunächst selbst so erfolgreich führen, bevor andere Menschen positiv beeinflusst werden können. Die Führungskraft dient somit als positives Rollenmodell und demonstriert ihre »Self-Leadership-Fähigkeiten«.

Dabei steht bei diesem Coaching im Vordergrund, die Gedanken bewusst zu steuern und durch fokussierte Energie die gesetzten Ziele auch tatsächlich zu erreichen. Der Klient lernt, Emotionen und Stimmungen zielgerichtet zu beeinflussen und Impulse zu kontrollieren. Durch das Selbstmanagement wird die Eigenmotivation gesteigert und gelernt, Fähigkeiten aus eigenem Antrieb zu entwickeln, um die eigene Leistung zu steigern.

Die Herausforderung bei dieser Arbeit ist es, den Senior Executives zu einer vertieften Selbstreflexion zu bringen – oft sind sie durch starkes Selbstbewusstsein und Sendungsbewusstsein geprägt. Um persönlich zu wachsen ist es jedoch wichtig, sich selbst von Zeit zu Zeit kritisch zu fragen: Was mache ich? Was schenkt mir Sinn? Wofür stehe ich? Welche Werte lebe ich? Welche zusätzlichen Ressourcen habe ich, die noch aktiviert werden können? Je mehr Klarheit der Klient im Coaching erreicht, je mehr er bewusst wird, wer er tatsächlich ist, desto stärker wird seine Präsenz sein. Empowering Executives unterstützt somit die Autonomie und Selbstverwirklichung. Das Coaching bezieht sich dabei auf Achtsamkeit, Energie und Zielfokus der eigenen Gedanken und somit des eigenen Verhaltens. Der Coachee bewahrt seine Authentizität kann aber lösungsorientiert kommunizieren und in selbstsicherer Gelassenheit handeln. Idealerweise wird das Fremdbild und Selbstbild in Einklang gebracht, Person und Position im Unternehmen sowie in der Selbstwahrnehmung verschmelzen. Die Folge: Ansehen- und Reputationssteigerung.

Ablauf des Coachings

Der Ablauf des Coachings erfolgt in der Regel in klar definierten Prozessschritten

  1. Situationsanalyse sowie Klären und Hinterfragen des Bedarfs
  2. Formulierung der Ziele in Form eines Coaching Contracts
  3. Durchführung der Coaching-Sitzungen
  4. Einholen optionaler Zwischenfeedbacks
  5. Abschliessen des Coachings

Online Intensiv-Coaching-Programm

Es gibt jedoch auch neuere Formate, die sich von einer, wie oben beschriebenen linearen Zusammenarbeit differenzieren. So kann beispielsweise ein Intensiv-Coaching-Programm für Führungskräfte auch online durchgeführt werden. Der Coachee wird über einen gewissen Zeitraum, zum Beispiel drei Monate vom Coach begleitet und es finden regelmässige Live-Calls via Zoom-Videokonferenz statt. Parallel erarbeitet sich der Klient mithilfe eines geschlossenen Member-Bereichs Schritt für Schritt gewisse Inhalte. Diese werden ihm in Form von Video-Tutorials und begleitenden Workbooks präsentiert, die Aufgaben, Tests und Übungen werden dann in der nächsten Sitzung mit dem Coach reflektiert und weiter vertieft. Es gibt darüber hinaus die Möglichkeit, individuelle Vertiefungsmodule zu erarbeiten. Zum Beispiel wenn der Klient Schlafstörungen hat, oder sich dem Thema Achtsamkeit öffnen möchte oder Meditation lernen möchte. Selten wird in solch einem Intensiv-Coaching-programm auch ein Präsenz-Seminar angeboten und die Möglichkeit für den Austausch in einer geschlossenen Gruppe mit anderen Coaches.

Der Vorteil zum klassischem Business Coaching liegt auf der Hand: Dieses beschränkt sich auf wenige Sitzungen, dabei wird das Besprochene zwischen den einzelnen Sitzungen oft vergessen bzw. die Verfolgung einer wirksamen Umsetzung im Alltag ist schwierig. Bei einem ganzheitlichen Coaching-Ansatz wie oben beschrieben, werden wesentlich tiefere Erkenntnisse vom Coache gewonnen (da er gewisse Themen für sich über mehrere Tage oder Wochen eigenständig erarbeitet und dann bespricht). Dadurch kann ein umfassender Lernerfolg und eine nachhaltige Umsetzung erzielt werden.

Coaching Methoden

Die Wahl der passenden Coaching Konzepte und Methoden hängt auch vom Klienten ab. Was ist sein konkretes Anliegen? Ist es ein Führungsthema, eine Entscheidungsfindung, ein persönliches Problem? Erst danach macht es Sinn, einzelne Coaching-Ansätze auszuwählen.

Wenn eine Coaching-Methode besonders oft in der Arbeit mit Führungskräften eingesetzt wird, dann hat das mit den Coaching-Themen zu tun, für die Führungskräfte offenbar besonders häufig ein Business Coaching in Anspruch nehmen. Führungskräfte haben u.a. die Aufgabe, ihre Mitarbeiter zu führen und zu befähigen, damit diese ihre Arbeit gut und richtig erledigen können. Ein Großteil der Führungsaufgabe besteht daher aus guter und gelingender Kommunikation. Zudem ist eine Führungskraft auch Teil des Unternehmens und in die Struktur der Organisation eingebunden. Auch Selbstmotivation oder das Einteilen der eigenen Energie ist oft ein Thema. Eine Auswahl von Coaching-Methoden, die besonders häufig in der Arbeit mit Führungskräften genutzt werden:

  • Klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl G. Rogers: Der Begriff klientenzentriert geht auf den US-amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers zurück. Klientenzentriert bezeichnet den Ansatz, bei dem der Klient im Mittelpunkt von den Bemühungen des Coaches steht. Daraus entwickelte sich die Klientenzentrierte Psychotherapie, auch bekannt als nicht-direktive Beratung oder Gesprächspsychotherapie.
  • Gordon Training: Hier handelt es sich um eine Kommunikationsform, die eine Grundlage von gegenseitiger Wertschätzung schafft und zur friedlichen Konfliktlösung genutzt wird. Sie basiert auf den Ansätzen der oben dargestellten Klientenzentrierten Gesprächsführung und gehört zur humanistischen Psychologie. In speziellen Trainings werden die Kommunikations- und Konfliktpartner geschult, gemeinsam zu Lösungen zu finden, bei denen es keine Niederlage gibt. Das Gordon-Training gehört seit den 1970er Jahren zu den Klassikern gewaltfreier Konfliktlösungen.
  • Fragetechniken: Unterschieden wird in drei große Kategorien, in welche sich alle anderen Fragetechniken unterklassifizieren lassen. Einige der Fragetechniken lassen sich dabei, je nach konkreter Anwendung, in mehr als eine der Überkategorien einordnen. Die Überkategorien lauten offene Fragen (z.B. Gefühlsfrage, Hypothetische Fragen, Lösungsorientierte Fragen usw.) geschlossene Fragen (z.B. Alternativfragen, Entscheidungsfragen, Rhetorische Fragen usw.) und halboffene Fragen (z.B. Rückfragen, Verdeckte Fragen, Vergleichsfragen usw.)
  • Mediation: Ein Verfahren der Konfliktlösung, bei dem eine neutrale, außenstehende Person (Mediator) zwischen den Parteien (Medianten) vermittelt und sie bei der Entwicklung einer gemeinsamen Lösung unterstützt. Der Mediator greift dabei nicht in den Entscheidungsprozess ein sondern soll beide Parteien in der Lösungsfindung lediglich unterstützen. Ziel ist es eine Win-Win-Situation zu erreichen, in der die Interessen beider Parteien berücksichtigt werden und diese keine Abstriche wie bei einem einfachen Kompromiss machen müssen.
  • Mentales Training: Eine Form des geistigen Trainings, bei dem man bestimmte Abläufe, Fertigkeiten und Verhaltensweisen gedanklich immer wieder durchspielt, die in einer zukünftigen Situation beherrscht werden sollen. Um dies zu erreichen, werden verschiedene Methoden und Techniken genutzt, z.B. Achtsamkeitstraining. Sie zielen darauf ab, das eigene Denken und Handeln bewusst und positiv zu beeinflussen, sowie eigene Begrenzungen, Hindernisse und limitierende Glaubenssätze aufzulösen.
  • Aufstellungsarbeit/Organisationsaufstellung: Aufstellungsarbeit oder „Aufstellung“ ist ein Sammelbegriff für Methoden, bei denen die Mitglieder eines Systems (Familie, Organisation, Unternehmen) einzeln positioniert (= aufgestellt) und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Dadurch können Zusammenhänge innerhalb des Systems visualisiert und wiederkehrende Muster und Beziehungskonstellationen transparent gemacht werden. Dies geschieht u.a. durch Perspektivenwechsel und über die Art und Weise, wie die Beteiligten räumlich und in Beziehung zu den anderen Mitgliedern positioniert sind.
  • Neurolinguistisches Programmieren: Dieses umfasst Interventionsmuster und Techniken zur Veränderung menschlichen Verhaltens und Erlebens. NLP geht davon aus, dass menschliches Verhalten erlernt ist, und deswegen auch wieder umgelernt werden kann. Dies erfolgt dadurch, dass man sich die Wechselwirkungen zwischen Sprechen, Denken und Fühlen zu nutze macht.
  • Transaktionsanalyse: Eine Theorie, welche die Entstehung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit beschreibt. Verständnis und Empathie bilden die Basis: jeder Mensch ist ein Einzigartig, liebenswert und wertvoll. Die Transaktionsanalyse ist ein entscheidungsorientiertes Konzept, welches eine offene und freie Kommunikation voraussetzt. Für ihre Persönlichkeitsbeschreibung nutzt die TA die zwischenmenschlichen Interaktionen sowie Kommunikation zwischen (mind.) zwei Personen.
  • Entspannungstechniken: Sie helfen, Stress abzubauen unter dem Führungskräfte häufig leiden. Durch das Anwenden von Entspannungstechniken kann man die Atem- & Herzfrequenz senken, den Blutdruck senken, die Anspannung des Muskeltonus reduzieren, sein Immunsystem stärken. Aber auch affektiv & psychisch haben Entspannungstechniken einen positiven Einfluss auf unseren Körper wie bspw innere Ruhe, Ausgeglichenheit, Gelassenheit, bessere Merkfähigkeit & Wissensabruf, schnellere Problemlösefähigkeit usw. Neben der progressiven Muskelentspannung, Autogenes Training gehört sicherlich Yoga und Meditation zu den bewährtesten Entspannungstechniken.
  • Hypnose-Coaching nach Milton Erickson: Milton Erickson arbeitete sehr intensiv mit der Sprache. Er benutzte ausgeklügelte Formulierungen und stimmte diese genau auf den Klienten und dessen individuelles Weltbild ab. Er erreichte damit auf einem eleganten Weg dessen Unterbewusstsein, auch ohne ihn zuvor in eine typische hypnotische Trance zu bringen, wie man sie sich landläufig vorstellt.

Was ist bei der Auswahl des richtigen Coaches zu beachten?

1. Die Bedarfsanalyse

Bevor Sie sich für einen Coach entscheiden, sollten Sie erst einmal folgende Punkte für sich abklären:

  • Welche Ziele verfolgen ich mit einem Coaching?
  • Welche konkreten Änderungen sollen auftreten?
  • Wo liegen meine Interessengebiete, welche konkreten Probleme habe ich?
  • Wie viel Zeit kann und will ich für das Coaching aufbringen?

2. Das Angebot des Coachinganbieters

Hier spielen quantifizierbare als auch subjektive Einschätzungen eine Rolle:

  • Welche Art der Leistungserbringung liegt vor?
  • Spricht mich die Kommunikation des Anbieters an?
  • Welchen Erfolg wird mir versprochen?
  • Wie beurteile ich die Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung?
  • Über welche Aus- und Weiterbildungen verfügt der Coach?
  • Kann ich dem Coach vertrauen? Rechte und Pflichten des Coaches

3. Voraussetzungen für ein Business Coaching

Bevor Sie sich mit den Fragen beschäftigen, ob der Coach ausreichend qualifiziert ist und das Coachingprogramm auch inhaltlich Ihrem Geschmack entspricht, sollten Sie zuerst klären, ob

Sie überhaupt die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Nicht jedes Coaching-Programm ist für jede Person geeignet, gerade im Bereich Führungskräfte-Coaching gibt es gewisse Anforderungen.

4. Erfahrungen und Referenzen

Kennen Sie keine Personen, die bereits ein vergleichbares Coaching-Programm absolviert haben, müssen Sie sich auf die Erfahrungen unbekannter Personen verlassen. Dies hat jedoch nicht unbedingt Nachteile, denn gute Coaches legen einen grossen Wert auf die Meinungen der ehemaligen Teilnehmer, um die Qualität ihrer Angebote zu verbessern und Interessenten umfassend zu informieren. Werden nach den Coachings Umfragen durchgeführt, die die Eindrücke, Meinungen und Kritik der Teilnehmer wiedergeben? Diese Angaben sind sehr hilfreich, um einen Gesamteindruck zu erhalten, sagt jedoch nicht immer explizit etwas über bestimmte Angebote aus. Schauen Sie daher genauer hin und fordern Sie bei Bedarf Referenzen an.

5. Inhalt, Aufbau und Methoden

Damit das Risiko inhaltlichen Komplikationen oder Enttäuschungen bezüglich der Erwartungshaltung möglichst gering bleibt, sollten Sie sich immer umfassend über Inhalt, Aufbau, Methoden, Praxisbezug, Lehrmittel und Vorgehen im Coaching informieren. Diese Informationen sollten bereits auf der Webseite oder bei einem kostenlosen Beratungsgespräch umfänglich enthalten sein. Eine klare und verständliche Strukturierung des Coachingangebotes ist ein wichtiger Anhaltspunkt bei der Entscheidung über das Mass der Qualität. Fragen Sie den Anbieter:

  • Welche Methoden werden angewandt?
  • Welche Medien werden miteinbezogen?
  • Welche Inhalte werden vermittelt?
  • Welches Ziel verfolgt der Coachingansatz?
  • Wie umfassend ist der Zeitbedarf definiert?
  • Welchen Praxisbezug hat das Business Coaching?

6. Trainer, Coachs und Berater

Für die Qualität eines Coachings ist auch zu einem grossen Anteil der Coach verantwortlich, der den Klienten/Coachee behutsam in einem komplexen Prozess begleitet, fördert und fordert.

  • Welche Qualifikationen hat der Coach vorzuweisen?
  • Welche Berufserfahrung besitzen der Coach auf seinem Gebiet?
  • Seit wann betreut der Coach Klienten?
  • Bilden er sich selbst regelmässig weiter?
  • Wird diese Tätigkeit vom Coach haupt- oder nebenberuflich durchgeführt?
  • Wie und wann steht Ihnen der Coach als Ansprechpartner zur Verfügung?

7. Das Umfeld und der Ort

Nicht zuletzt das Umfeld und die dortige Atmosphäre sind entscheidende Faktoren bei der Wahl des geeigneten Business Coachings. Denn in einer angenehmen Atmosphäre, in der man sich wohl und geborgen fühlt, kann mich sich besser öffnen und schafft schneller vertrauen, als in einem Umfeld, das man aus irgendwelchen Gründen ablehnt. Nicht jeder lässt sich von diesem Faktor beeinflussen, doch all jene, für die eine angemessene Atmosphäre wichtig ist, sollten es nicht unterlassen, sich mit diesem Punkt ernsthaft auseinanderzusetzen.

8. Weitere Entscheidungsfaktoren

All die hier aufgezählten Faktoren wie die Qualifikationen des Coaches oder der Inhalt des Business Coachings tragen in unterschiedlichem Umfang zu Ihrer Entscheidung für oder gegen ein Coaching bei. Doch sind es nicht immer genau diese Faktoren, die ausschlaggebend für eine Entscheidung sind. Je nach Persönlichkeit können die Gründe, weshalb man sich gerade für diesen und nicht einen anderen Coach entscheiden hat, vollkommen unterschiedlich sein. So ist es bei den einen das blosse Bauchgefühl, das einem die durchdachte Entscheidung abzunehmen scheint, bei anderen die Erfahrungen der Arbeitskollegen mit dem Coach und bei den nächsten das Beratungsgespräch. Welche Gründe für Sie auch immer relevant sind, ein Coaching zu wählen, die Höhe der entstehenden Kosten wird aller Voraussicht nach dazuzählen. Denn wahrscheinlich möchten auch Sie für ein solches Programm nicht mehr zahlen, als unbedingt nötig. Vergleichen Sie daher alle Preise der einzelnen Anbieter untereinander und stellen Sie diese unbedingt den erhaltenden Leistungen gegenüber. Dies mag nicht immer objektiv möglich sein, doch schon eine allgemeine Abschätzung hilft vor Enttäuschungen bzw. Frustration über ein möglich schlechtes Preis-/Leistungsverhältnis.