Die Kultur der Stille – warum Ruhe uns guttut

Ruhe, Stille und Einkehr, so scheint es, haben in unserer heutigen Gesellschaft und Zeit keinen Platz mehr. Die Kultur der Stille ist vielen nur noch vom Hörensagen ein Begriff, doch praktizieren tun es nur die wenigsten. Medien, Konsum und Anforderungen stehen im Vordergrund unseres erfolgsorientierten Systems, das aber nicht auf alle zugeschnitten ist.

Stress, Überforderung und Unzufriedenheit sind die Folgen dieser permanenten Auslastungen. Dabei sind Ruhe und Einkehr für den Menschen ganz besonders wichtig. Denn wir sind keine Hochleistungsmaschinen, sondern immer noch Individuen, die einen Ausgleich brauchen. Arbeiten, um zu Leben und nicht Leben, um zu Arbeiten sollte die Devise sein.

Warum wir Ruhe brauchen

Ruhe und Einkehr braucht jeder einmal. Spätestens wenn wir ins Bett gehen, ist Ruhe angesagt. Doch auch über den Tag verteilt braucht es Ruhephasen. Das hat allein schon biologische Gründe. Denn all die Reize und Informationen, die wir gesammelt haben, müssen erst einmal verarbeitet werden. Gönnen wir uns keine Ruhephase, so kann unser Gehirn die neuen Informationen nicht verarbeiten. Ein Datenstau entsteht, Stress und Ruhelosigkeit sind die Folge. Die Kultur der Stille, die besonders im asiatischen Raum noch sehr präsent ist, kann aber auch zur Selbsterkenntnis und Selbstwahrnehmung führen.

Auszeit in der Natur um Ruhe zu finden

Entspannung am Meer

Für Abwechslung und Entspannung kann das Meer sorgen. Die salzige Brise, die Sonne und das angenehme Wasser lassen oft jeden Stress ins offene Meer treiben. Wichtig ist hierbei nur, dass man nicht schon vor dem Urlaub gestresst ist. Oft fängt es bei der Auswahl von Urlaubskleidung an oder vielmehr mit der Zufriedenheit oder Selbstwahrnehmung der eigenen Figur, gerade bei Frauen. Beim Bikini große Größen zu finden, ist oft der Stressfaktor Nummer Eins. Doch wer im Internet sucht, der wird fündig. Alles mit Ruhe anzugehen, ist meist der richtige Ansatz.

Die Entscheidung bei der Strandsuche sollte auf unbekannte und ruhige Strände fallen. Touristenhochburgen sollten also eher gemieden werden, denn dort trifft man meist auf volle Strände. Mit Entspannung hat das reichlich wenig zu tun. Aber sicherlich gibt es schöne Möglichkeiten, auch direkt am Meer zu entspannen, Yogaferien am Meer direkt an einem Naturschutzgebiet wären eine gute Möglichkeit dafür.

Man muss nicht weit fahren um dem Stress zu entfliehen

Mal von Zuhause wegzufahren und die Probleme Daheim zu lassen, kann sicherlich hilfreich sein, um sich zu sammeln. Doch ewig kann man nicht vor den Problemen und dem Stress fliehen. Daher ist es wichtig, sich auch zu Hause eine Oase der Ruhe und Entspannung einzurichten.

Nicht jedem Termin nachzujagen, nicht jeden Tag etwas unternehmen, Freunden und Bekannten auch mal „nein“ zur Antwort zu geben, kann den Stress und die Belastung deutlich verringern. Zeit für sich finden, Tee trinken, Bücher lesen, entspannende Musik hören oder sich einfach mal etwas Gutes gönnen.

Einen Ansatz kann hierbei der Zen-Buddhismus liefern. Diese fernöstliche Philosophie ist im Grunde der Inbegriff der Kultur der Stille. Die meditative Praxis, sowie die Ideologie kann auch in unseren Alltag integriert werden. Zen ist Alltägliches und keine weltabgewandte Asketik. Schon das Teetrinken kann zu einer meditativen Übung werden.

Meditation, sich auf eine Sache voll zu konzentrieren scheint zunächst einfach, ist aber doch eine sehr schwere Übung. Denn wir lassen uns gerne ablenken und tun uns meist schwer daran die Stille auszuhalten. Grundsätzlich sollte man sich immer nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren, denn nur so kann man die Sache auch perfekt ausführen.

Auszeit im Kloster – wenn man nach Einkehr sucht

Klöster öffnen ihre Türen gerne, wenn jemand nach Einkehr sucht. Viele Klöster bieten dabei einen Schlafplatz an, im Gegenzug steht meist Gartenarbeit oder Hilfe in der Küche an. In Klöstern kann man Entspannung und Einkehr erfahren, abgeschieden von der hektischen und schnellen Welt, fern von sozialen Medien und Verpflichtungen. Man muss nicht religiös sein oder an Gott glauben, um die stille Geborgenheit eines Klosters für sich in Anspruch zu nehmen. Neben herkömmlichen Klöstern gibt es auch eine Reihe buddhistischer Klöster, die Gästen ebenfalls gerne die Türen öffnen. Wer auf der Suche nach sich selbst ist oder einfach nur Abstand von der Welt braucht, der ist in Klöstern herzlich willkommen. Stress-Auszeit bietet eine Auszeit im Kloster an, um wieder zu sich zu finden und Abstand vom stressigen Alltag zu erlangen.