Stressige Situationen meistern: So klappt es

Wir alle kennen sie, die stressigen Zeiten im Leben, in denen gefühlt alles auf einmal auf uns einprasselt. Stress bei der Arbeit, Probleme mit dem Partner, kaum Zeit für sich selbst – wenn dann noch organisatorischer Aufwand ansteht, weil zum Beispiel die Steuererklärung gemacht werden muss oder ein Umzug ansteht, wächst einem oft alles über den Kopf. Entsprechend schwer fällt in solchen Phasen das Entspannen. Doch es gibt einige Tricks, die dabei helfen können, auch hektische Phasen im Leben mit niedrigem Stresspegel zu meistern.

Einen Plan erstellen

Viele Menschen fühlen sich in stressigen Situationen schnell überfordert. In solchen Fällen ist es ratsam, zunächst tief durchzuatmen, sich einen Überblick über alle Aufgaben zu verschaffen und diese mithilfe von Checklisten zu ordnen.

Besonders Menschen, die Probleme mit Kontrollverlust und unvorhersehbaren Wendungen haben, können so wieder Klarheit und Kontrolle über die Situation erlangen und sich entspannen. Manchen Menschen hilft auch das Schreiben eines Tagebuchs, um Ziele definieren zu können und Erfolge sichtbar zu machen.

Eigene Stärken erkennen und Hilfe annehmen

Jeder Mensch hat im Leben schon schwierige Situationen gemeistert. Entsprechend kann es helfen, sich an diese zu erinnern und sich klar zu machen, welche Dinge man damals gut gemacht hat – und welche vielleicht weniger gut. So kann man Kraft aus den eigenen Stärken schöpfen und die Fehler vom letzten Mal vermeiden. Die Stressforschung nennt dies Resilienz.

Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, sich nicht davor zu scheuen, gegebenenfalls Hilfe von aussen anzunehmen. Ist beispielsweise ein Umzug neben dem Job, der Familie und dem Alltag alleine nicht zu bewältigen, können Zügelnde die anfallende Arbeit einfach an darauf spezialisierte Dienste abgeben und müssen so nicht befürchten, dass ihnen die Sache über den Kopf wächst.

Auch berufliche Aufgaben können und sollten bei zu grossem Druck abgelehnt bzw. abgegeben werden. Zwar ist es pflichtbewussten Mitarbeitern oft unangenehm, auch mal Nein zu sagen, doch es ist wichtig, sich nicht zu überlasten. Die Konsequenz bestünde schliesslich darin, dass die Arbeit ohne die nötige Sorgfalt erledigt würde, was wiederum kein gutes Licht auf den Mitarbeiter werfen würde. Der würde versuchen, künftige Fauxpas zu vermeiden und sich noch mehr ins Zeug werfen – der erste Schritt Richtung Burnout.

Emotionen verstehen und ausleben

Viele Menschen fühlen sich in stressigen Zeiten gereizt, überdreht oder auch wütend. Auch Herzrasen oder schlaflose Nächte sind nicht ungewöhnlich, wenn zu viele To-dos anstehen. Damit die negativen Gefühle nicht Überhand nehmen, ist es ratsam, sich seiner Emotionen bewusst zu werden und zu versuchen, sich selbst aus der Aussenperspektive wahrzunehmen. Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich klingen, doch wer innehält und bewusst versucht, seine Emotionen einzuordnen, kann diese auch schneller verarbeiten und kommt besser zur Ruhe.

Forscher haben herausgefunden, dass Wut und Frust weniger intensiv sind, wenn sie auch als solches benannt und nicht etwa verdrängt werden. Zugleich ist es sinnvoll, sich bewusst zu machen, dass die innere Anspannung vor wichtigen Aufgaben wie Umzügen oder Präsentationen auf der Arbeit eine körperliche Reaktion ist, die Energie freisetzt.

Entsprechend sollte man die negativ behafteten Gefühle nicht zu verdrängen versuchen, sondern sie als Hilfe ansehen, um stressigen Situationen mit Stärke und Schwung zu begegnen. So kann man der nächsten turbulenten Phase im Leben gelassen entgegensehen.

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