25. Januar 2018

Yogafestival Summer of Love Adrian Wirth

Während meinem Studium der Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich hat mich das Leben wiederholt in Situationen gebracht, welche das bestehende Welt- und Selbstbild in Frage stellten.

Unter anderem hatte ich 1997 einen seltenen, aber glücklicherweise gutartigen Knochentumor (Ostid Osteom) im Hüftgelenk, der mich – der gesunde, sportliche, junge Mann – plötzlich vor die Frage stellte: „Wer bin ich überhaupt, wenn ich mich nicht mehr bewegen kann, nicht mehr Sport treiben und in die Berge gehen kann?“

So schwierig diese Ungewissheit war, so weckte diese Situation doch meine Neugier. Was hält die Dinge im Inneren wirklich zusammen? Wer bin „Ich“? Diese Neugier und ein Gefühl, welches leise aber deutlich sagte: „Das ist noch nicht alles, da muss es noch mehr geben zwischen Himmel und Erde…“ führten mich zum Erforschen der inneren Welten mit Entheogenen und irgendwann hin zu Yoga und zur Meditation.

Und so wie man an der ETH lernt, die äussere Welt zu erforschen und zu verstehen, so gibt es in der indo-tibetischen Weisheits-Traditionen einen unglaublichen Fundus an Wissen und Techniken, um die inneren Welten zu erforschen. Das faszinierte mich, das war mein Ding! Und seit ich im Jahr 2002 in Vancouver zum ersten Mal auf einer Yogamatte gesessen bin, habe ich nie aufgehört zu üben, zu forschen und zu fragen.

Seither reiht sich Puzzle-Stück an Puzzle-Stück ins Gesamtbild des Verstehens meiner Selbst und des Menschlichen Lebens allgemein. Mit der ersten Yogalehrer-Ausbildung 2007 wurde das Hobby ungeplant zum Beruf. Heute bin ich glücklich und dankbar, dass ich diesen Weg gehen kann und ihn mit interessierten Menschen teilen kann – Den Weg des Yoga, der Gesundung und Heilung bis auf den Grund unseres Seins ist. Mehr über Adrian: Oshadi-Yoga.ch

Yogalehrer Adrian Wirth Yogafestival

Achtsames, Atem-orientiertes Vinyasaflow-Yoga mit geführtem Savasana und Mantrasingen am Ende 90 min

Adrians Yogaklassen sind immer geprägt vom Grundsatz “Holding space for Healing and Transformation”. So ist seine Vinyasaklasse klar und ruhig geführt, was den Übenden einen geerdeten, offenen Rahmen für ihre eigenen Erforschungen bietet. Diese Klasse beginnt im Sitzen mit Fokus auf die Atmung, fliesst hinüber in langsame und achtsame Bewegungen, wo die Teilnehmenden Zeit haben Atmung und Bewegung zu synchronisieren und wird dann ein bisschen intensiver. Immer ist aber genug Zeit und Ruhe da um Nachzuspüren und den Geist immer wieder ins “Hier und Jetzt” zu bringen. Am Schluss werden die Bewegungen wieder sanfter, gefolgt von einem geführten Savasana. Am Schluss bleibt Zeit um zusammen ein Mantra zu singen.

 

Om Chanting- und Konzentrationsmeditation (60 min)

Zuerst erklärt Adrian in einer kurzen Einführung woher diese zwei Übungen kommen und worauf wir dabei achten müssen. Der Yoga Sutra Text ist neben einer Quelle von Weisheit auch eine konkrete Meditationsanleitung. Sutra 1.23-28 beschreiben die Vorgehensweise, wenn Om-chanting als Meditation benutzt wird. Das Yogasutra ist im Wesentlichen ein System, welches durch Konzentrationsmeditation in subtiler Ebenen des Geistes vorstösst. Nach dem Om chanting führt Adrian durch eine Konzentrationsmeditation, wo der Geist über den Sehsinn auf ein Objekt ausgerichtet wird. Am Schluss bleibt Zeit, um das Erlebte einzuordnen und Fragen dazu zu stellen.

 

Fortgeschrittenes Pranayama aus dem Hatha Yoga – Pranayama aus dem Yogasutra – Yoga Nidra aus der Himalayan Tradition (90 min)

Das Pranayama aus dem Hatha Yoga erreicht das Einsinken in subtilere Ebenen des Geistes über die Einflussnahme auf das Energiesystem unseres Körpers. Nach einer Einführung ins Thema führt Adrian die Teilnehmenden durch eine Pranayama Übung hindurch, die genug lange ausgeführt wird, dass die Effekte gut spürbar sind. Nachher geht es in die Pranayama Übung aus dem Yoga Sutra, welche mehr über Konzentration auf sehr subtile Ebenen des Atems den Geist in die tieferen Ebenen führt. Am Schluss führt Adrian noch durch eine Yoga Nidra Session hindurch, wo die Entspannung oder die tiefe Meditation einfach geschehen kann, ohne zuviel Anstrengung durch den Übenden.

 

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