Heilkräuter

Diese 3 historischen Kräuter werden immer beliebter Auf der ganzen Welt wachsen zahlreiche Kräuter, die nicht nur zum Verfeinern von Salaten, Suppen und Eintöpfen genutzt werden, sondern auch für wohltuende, beruhigende und verdauungsfördernde Kräutertees. Kräuter mit ihren ganz spezifischen Heileigenschaften werden gezielt eingesetzt, um bestimmte Leiden und Gebrechen zu lindern. Dabei wachsen wichtige Heilkräuter nicht nur im Garten, sondern nahezu überall, wo die Natur gedeihen darf.

Kümmel bei Völlegfühl und Blähungen

Kümmel war schon in der Steinzeit als Gewürz und Heilpflanze bekannt. Im Volksglauben sollte er im Brot gebacken böse Geister vertreiben. Die zweijährige Pflanze gedeiht auf allen europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Wiesen. Kümmel ist wintergrün und gehört zur Familie der Doldenblütengewächse. Er wächst rosettenartig und trägt im ersten Jahr gefiederte Blätter. Die Blüte entwickelt sich erst im zweiten Jahr. Aus dieser treten sichelförmige Spaltfrüchte hervor, mit denen unter anderem Kraut, Brot, Handkäse und Bratkartoffeln gewürzt werden. Kümmel als Tee zubereitet hilft bei Husten, Blähungen, Völlegefühl, krampfartigen Bauchschmerzen und Gallenbeschwerden.

Salbei: gut für die Zähne

Salbei war schon den antiken Griechen bekannt und wurde vermutlich dort auch als erstes kultiviert. Er kam wahrscheinlich zur Römer-Zeit über die Alpen und nach Mitteleuropa, wo Karl der Große ihn im 9. Jahrhundert zum Anbau empfahl. Damals hatte der Salbei in jedem Klostergarten einen festen Platz. Salbei ist ein bekanntes Heilkraut gegen Erkältungen, wirkt beruhigend und ist gut für Zähne und Zahnfleisch. So entfernt das Kraut zum Beispiel Zahnbeläge, stärkt das Zahnfleisch, erfrischt den Atem, verhindert Zahnfleischbluten und tötet Bakterien ab.

Hanf lindert Schmerzen

Zu den vielfältigsten und ältesten Kulturpflanzen gehört der Hanf, auch Cannabis genannt. Auch er verfügt über zahlreiche Heilkräfte und wird unter anderem als schmerzstillendes Mittel eingesetzt. Mittlerweile sind Hanfpräparate glücklicherweise legal mittels Rezept erhältlich, zu einer kompletten Legalisierung kam es in Deutschland bisher noch nicht.Hanf als NutzpflanzeÜber sechs Jahrtausende wurde die Pflanze genutzt, um daraus Fasern, Nahrungsmittel und Medizin herzustellen. Fast überall in Europa und Asien wurde Hanf als wichtige Rohstoffquelle zur Herstellung von Seilen, Bekleidung, Segeltuch, Papier und Ölprodukten verwendet. Eine besonders große Bedeutung kommt dem Hanf bei der Herstellung von technischen Textilien wie Schutzanzügen und Zelten zugute.

Etwa 2.800 vor Christus wurden in China die ersten Hanfseile der Welt gedreht. Etwa 100 vor Christus wurde das weltweit erste Papier aus Hanffasern geschöpft. Einiges deutet darauf hin, dass im 28. Jahrhundert vor Christus in China bereits Kleider aus Hanffasern angefertigt wurden.

Als im 17. Jahrhundert die Segelschifffahrt ihre Hochzeit hatte, feierte der Hanf europaweit seine Blütezeit. Hanf ist äußerst reißfest und hält auch Wasser sehr gut stand, daher wurden die Uniformen der Seeleute sowie die Schiffssegel, Seile, Netze und Flaggen fast ausschließlich aus Hanf gefertigt. Bis ins 18. Jahrhundert war Hanf zusammen mit Wolle, Flachs und Nessel der Hauptrohstoff der europäischen Textilindustrie.

Aufgrund der Mechanisierung der Baumwollspinnerei, dem starken Rückgang der Segelschifffahrt und der Zellstoffproduktion aus Holz verlor der Hanf ab dem 18. Jahrhundert an Bedeutung. Aufgrund des Marihuana-Verbots wurde der Hanfanbau in den meisten Ländern generell verboten, egal zu welchem Zweck die Pflanze angebaut wurde. In den 90er Jahren wurde das Verbot für Nutzhanf in vielen Ländern aufgehoben.

Cannabis als Medizin

In den letzten Jahren ist Hanf immer beliebter geworden. Vor allem junge Leute sind für eine generelle Legalisierung der Pflanze. Cannabis lindert nicht nur Schmerzen, sondern wird auch zur Behandlung zahlreicher Krankheiten wie Krebs, Epilepsie, Magen- Darm-Erkrankungen, Arthritis, Alzheimer, Diabetes und Parkinson eingesetzt und spielt daher in der Medizin eine sehr wichtige Rolle. Darüber hinaus kann Cannabis auch bei Menstruationsschmerzen, chronischen Schmerzen und psychischen Problemen helfen. Cannabis wird heute unter anderen zum Kochen, als Vogelfutter, Körper-Öl und Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Außerdem werden daraus wieder Seile und Kleidung gefertigt. Cannabisöl ist die essentielle Substanz der Pflanze und wird zum Beispiel in der Krebstherapie eingesetzt. Neben dem Cannabisöl spielt auch CBD Öl aus organischem Industriehanf eine wichtige Rolle in der Medizin, wie auf dieser Seite zu finden.